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Maria Sibylla Merian Centre Conviviality-Inequality in Latin America

Das Mecila untersucht vergangene und gegenwärtige Formen des sozialen, politischen, religiösen und kulturellen Miteinanderlebens (conviviality) in Lateinamerika und der Karibik. Dabei verwendet es conviviality als ein analytisches Konzept  zur Untersuchung von unterschiedlichen Formen des Zusammenlebens in spezifischen Kontexten, die sowohl durch Diversität als auch durch Ungleichheit gekennzeichnet sind. Eine vergleichende Perspektive wird ebenso berücksichtigt wie die Interdependenzen der Region mit anderen Teilen der Welt.

Durch die Verknüpfung der Studien zu interethnischen, interkulturellen und interreligiösen Beziehungen sowie zu Klassen- und Geschlechterverhältnissen in Lateinamerika und der Karibik mit Studien zum Zusammenleben über diese Region hinaus fördert das Kolleg einen innovativen Wissensaustausch, der sowohl die europäische als auch die lateinamerikanische sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung bereichert und neue Impulse verleiht.

Mecila wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Laufzeit von April 2017 bis März 2020 finanziert. Nach dieser Vorphase kann das Konsortium Förderung für eine Hauptphase von weiteren sechs Jahren erhalten.

Organisation

Das Kolleg mit Hauptsitz in São Paulo basiert auf einem Konsortium bestehend aus drei deutschen und vier lateinamerikanischen Partnern. Auf der deutschen Seite sind dies die Freie Universität Berlin, die Universität zu Köln und das Ibero-Amerikanisches Institut Preußischer Kulturbesitz, Berlin. Von lateinamerikanischer Seite sind die Universidade de São Paulo (USP) und das Centro Brasileiro de Análise e Planejamento (CEBRAP) in São Paulo, Brasilien sowie das Instituto de Investigaciones en Humanidades y Ciencias Sociales (IdIHCS CONICET/Universidad Nacional de La Plata) in la Plata, Argentinien und El Colegio de México (COLMEX), Mexiko Teil des Konsortiums. Das Mecila-Konsortium stützt sich auf die langfristige Zusammenarbeit zwischen diesen Einrichtungen.

Die Koordination auf deutscher Seite hat die Freie Universität Berlin inne. Die gleichberechtigten Partner in Deutschland, Argentinien und Mexiko tragen dazu bei, die Aktivitäten des Zentrums regional zu streuen und sichtbarer zu machen.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.mecila.net

Instrumente

Das Zentrum stellt einen lebendigen Raum für die transnationale Wissensproduktion und Zirkulation bereit, der sich durch die symmetrische Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Forscher*innen aus unterschiedlichen Disziplinen, Ländern und Karrierestufen kennzeichnet. Dazu werden folgende Instrumente eingesetzt: ein Programm für Gastwissenschaftler*innen (fellows), das in einem kompetitiven Antragsverfahren Stipendien an herausragende Wissenschaftler*innen verschiedener Karrierestufen aus Lateinamerika, Deutschland und weltweit vergibt, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (resident postdocs), ein Austauschprogramm für Promovierende, herausragende Publikationen, regelmäßige Workshops, Konferenzen und Sommerschulen sowie die Bereitstellung einer Informationsinfrastruktur und eines Datenmanagementsystems.

Teilprojekt Köln

Das Teilprojekt Köln ist verantwortlich für die Erarbeitung von historischen Zusammenhängen im Rahmen des Gesamtprojektes und übernimmt insbesondere den Aufbau eines Datenmanagementsystems.
Da es sich um ein aus öffentlichen Geldern finanziertes Projekt handelt, sollen sämtliche Daten und Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, sofern sie nicht gegen das Recht auf Privatsphäre Einzelner verstoßen. Hierfür wird eine Infrastruktur zur Archivierung von Forschungsergebnissen aufgebaut.

Koordination

Mitglieder

Assoziierte Mitglieder